leistungstarif.at Preise vorläufig, Stand 30. Oktober 2026

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Leistungspreis mit Wallbox: so teuer wird Laden ab 2027

Aktualisiert am 30. Oktober 2026

Ab 2027 zahlst du einen Teil der Netzkosten nach deiner stärksten Viertelstunde im Monat. Eine Wallbox ist für die meisten Häuser der größte Verbraucher. Ob sie teuer wird, hängt fast nur an einer Einstellung: wie stark sie lädt und ob sie gleichzeitig mit dem Herd läuft.

So rechnet der Leistungspreis

Der Netzbetreiber misst mit dem Smart Meter jede Viertelstunde, wie viel Strom du im Schnitt beziehst. Der höchste Wert im Monat wird verrechnet, mindestens 2 kW. Jedes kW über 10 kW zählt doppelt. Die Regeln hat die E-Control im Oktober 2026 beschlossen, die Preise pro kW stehen noch aus. Vorläufige Werte: 2027 im österreichischen Schnitt rund 19 € pro kW und Jahr, je nach Netzgebiet 15 bis 26 €. Nach der Übergangsphase schlägt die E-Control 33,82 € vor.

Eine Wallbox mit 11 kW zieht über die ganze Viertelstunde fast volle Leistung. Kocht jemand gleichzeitig mit Herd und Geschirrspüler, liegt die Spitze schnell bei 15 kW und mehr.

Rechenbeispiele

Haus mit Herd (2,5 kW) und Geschirrspüler (1,5 kW) am Abend, dazu 0,5 kW Grundlast. Leistungspreis pro Jahr:

WallboxLädt beim KochenLädt erst danachLädt beim Kochen, ab 2029
Keine86 €86 €152 €
Steckdose, 2,3 kW129 €86 €230 €
3,7 kW156 €86 €277 €
7,4 kW262 €150 €467 €
11 kW399 €247 €710 €
22 kW817 €665 €1.454 €

2027 mit 19 € pro kW, nach der Übergangsphase mit 33,82 € pro kW (Vorschlag der E-Control). Typische Viertelstunden-Durchschnitte, keine Typenschild-Werte.

Der größte Hebel ist gratis: Eine 11-kW-Wallbox, die beim Kochen auf 4 kW lädt oder erst danach startet, kostet 2027 rund 150 bis 250 € weniger im Jahr. Ab 2029 ist es fast das Doppelte.

Was kostet es bei dir?

Tipp an, was gleichzeitig läuft, oder lade deine Smart-Meter-Daten hoch.

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Drei Einstellungen, die wirklich etwas bringen

1. Ladeleistung reduzieren

In der App der Wallbox oder über den Elektriker die maximale Leistung auf 3,7 bis 4 kW stellen. In acht Stunden über Nacht sind das rund 30 kWh, genug für 150 bis 200 km. Wer tagsüber schnell nachladen muss, kann die Grenze bei Bedarf kurz anheben, dann zählt aber diese Viertelstunde.

2. Nicht gleichzeitig mit großen Verbrauchern laden

Ein Zeitplan, der erst ab 20 oder 21 Uhr startet, trennt das Laden vom Kochen. Besser ist ein dynamisches Lastmanagement: Ein Energiezähler im Verteiler misst den Hausverbrauch, und die Wallbox regelt automatisch herunter, sobald im Haus viel läuft. Viele aktuelle Wallboxen können das mit einem Zusatzzähler.

3. Flex-Rabatt anmelden

Ab 4 kW Anschlussleistung kannst du die Wallbox beim Netzbetreiber als steuerbares Gerät anmelden. Er darf sie dann bis zu zweimal am Tag für höchstens zwei Stunden drosseln. Dafür gibt es laut Verordnung 75 % Rabatt auf den Leistungspreis ihres Anteils, garantiert für zehn Jahre. Bei 11 kW sinkt der Leistungspreis im Beispiel oben damit auf rund 160 €. Details im Artikel zum Flex-Rabatt.

Und ein Heimspeicher?

Ein Speicher kann die Spitze abfangen, wenn er schnell genug entladen kann und vor dem Kochen voll ist. Für den Leistungspreis allein rechnet er sich selten, die Wallbox-Einstellung ist fast immer billiger. Interessant wird er zusammen mit PV und der neuen Förderung für Speicher und Energiemanagement ab 2027. Wie groß er bei dir sein müsste, zeigt die Smart-Meter-Auswertung mit deinen echten Werten.

Häufige Fragen

Muss ich meine Wallbox wegen des Leistungstarifs tauschen?

Nein. Fast jede Wallbox lässt sich in der App oder am Gerät auf eine niedrigere Ladeleistung stellen. Für das Laden über Nacht reichen 3,7 bis 4 kW.

Ist eine 22-kW-Wallbox ab 2027 sinnvoll?

Für Privathaushalte kaum. Jedes kW über 10 kW kostet doppelt, und die meisten E-Autos laden mit Wechselstrom ohnehin nur mit 11 kW.

Zählt das Laden in der Nacht weniger?

Laut Verordnung gibt es ab Oktober 2027 im Winter einen günstigeren Nachttarif von 23 bis 5 Uhr geben. Die Spitze in dieser Zeit zählt aber weiterhin für den Leistungspreis, wenn sie die höchste des Monats ist.

Was ist mit dem Laden an der Schuko-Steckdose?

Mit 2,3 kW ist die Steckdose für den Leistungspreis fast unproblematisch. Sie erhöht die Spitze nur leicht, solange nicht gleichzeitig viel anderes läuft.

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